Karlsruhe (dpa) - Die Gewerkschaft Verdi will Kündigungen im Rahmen eines Sparprogramms beim Energiekonzern EnBW nicht hinnehmen. «Wir wollen einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen», sagte Verdi-Funktionär Bodo Moray der Nachrichtenagentur dpa. «Ohne das geht nichts.»

Nach dem Atomausstieg kämpft der Karlsruher Energiekonzern mit sinkenden Gewinnen und schreibt rote Zahlen. EnBW will bis Ende 2014 insgesamt 750 Millionen Euro einsparen. Davon sollen 250 Millionen auf den Personalbereich entfallen.

Die EnBW fordert von ihren rund 21 000 Mitarbeitern Zugeständnisse bei einer schon ausgehandelten Lohnerhöhung sowie die Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit um mindestens zwei Stunden ohne Lohnausgleich. «Wir haben einen Tarifvertrag», betonte Moray. Notfalls werde man auf die Straße gehen. Vereinbart ist bislang, dass die EnBW-Beschäftigten von Januar 2012 an 1,8 Prozent mehr Geld bekommen.