Frankfurt/Main (dpa) - Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, plädiert für einen schnellen Wechsel an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes.

«Nach meiner Erfahrung ist es immer schwierig, egal ob in einem Unternehmen oder einem Verband, wenn ein Wechsel in der absoluten Spitzenposition stattfindet und eine zu lange Übergangszeit ansteht», sagte Seifert der «Süddeutschen Zeitung». DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte angekündigt, bis Oktober 2012 im Amt bleiben zu wollen, obwohl Präsidium und Regionalvertreter den bisherigen Generalsekretär Wolfgang Niersbach als seinen Nachfolger auserkoren haben.

Zwanziger hatte sein Vorhaben unter anderem damit begründet, dass er die Europameisterschaft im Sommer in der Ukraine und Polen noch als Verbandschef miterleben wolle. Der Spitzenmann gebe stets Takt, Priorität und Führungsstil vor, gab Seifert zu bedenken, «da erfordert es sehr viel Disziplin von allen Beteiligten, so ein Kräfteverhältnis für lange Zeit aufrechtzuerhalten».