Berlin (SID) - Klub-Ikone Erich "Ete" Beer hat sich in die Diskussion um die Zukunft von Trainer Markus Babbel beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin eingeschaltet. "Markus Babbel sollte bei Hertha bleiben. Es wäre für ihn und den Klub das Beste. Er ist als Trainer noch nicht so gereift, um bei einem europäischen Spitzenklub zu arbeiten", sagte Beer dem Sport-Informations-Dienst (SID) vor seinem 65. Geburtstag am Freitag.

Nach Einschätzung Beers würden beide Seiten von einer weiteren Zusammenarbeit profitieren. "Markus Babbel hat eineinhalb Jahre Erfahrungen in Berlin gesammelt. Er kennt die Mannschaft und weiß, an welcher Stelle Verstärkungen gebraucht werden. Auch Hertha hat sich gut entwickelt. Die Zuschauer strömen", sagte der Jubilar.

Babbel ließ bis zuletzt offen, ob er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei der "Alten Dame" verlängern wird. Angeblich kann der Verein den Forderungen des Trainers nach neuen Spielern aus finanziellen Gründen nicht nachkommen. Babbel, der Hertha aus der 2. Bundesliga ins Mittelfeld des Oberhauses geführt hat, wurde sogar als möglicher Trainer des Rekordmeisters Bayern München gehandelt.

Erich Beer prägte bei der Hertha in den 70er Jahren eine erfolgreiche Ära mit der Teilnahme an zwei DFB-Pokalfinals (1977 und 1979) und der Vize-Meisterschaft 1975. Für die deutsche Nationalelf bestritt der offensive Mittelfeldspieler 24 Spiele, er nahm an der EM 1976 und der WM 1978 teil. Bis zu seinem Abschied aus Berlin im Jahr 1979 erzielte er 83 Liga-Tore und wurde erst 2003 vom heutigen Hertha-Manager Michael Preetz als Rekordschütze abgelöst.

Beer lebt in der Nähe von München und wird seinen 65. Geburtstag im Kreis der Familie begehen. Der einstige Mittelfeldspieler mit der Vorliebe zum Doppelpass hält sich fit und scheut keine Anstrengungen. Erst kürzlich absolvierte er mit seiner Frau den Jakobsweg. "Das waren 810 Kilometer an 39 Wandertagen", sagt Beer nicht ohne Stolz. Zudem halten den gebürtigen Bamberger drei Enkelkinder auf Trab.