Paris (dpa) - Nach dem Einzug ins Champions-League-Achtelfinale dank eines umstrittenen 7:1-Sieges bei Dinamo Zagreb wehrt sich Olympique Lyon gegen den Betrugsverdacht.

Der französische Club «bedauert, dass die Kommentare sich nicht auf den sportlichen Teil einer unglaublichen Heldentat beschränken, die sowohl Olympique Lyon als auch der französische Fußball vollbracht haben», heißt es in einem Kommuniqué des Vereins.

Die französische Kontrollbehörde für Online-Wetten Arjel teilte mit, dass man eine Ermittlung eingeleitet habe. Man werde die Wetteinsätze überprüfen, die vor und während des Spiels in Zagreb getätigt worden seien, hieß es. Lyon begrüßte die Untersuchung ausdrücklich: «Der Verein stimmt dieser Aktion, die wegen eines untypischen Ergebnisses eingeleitet wurde, völlig zu», so der Club.

Olympique-Präsident Jean-Michel Aulas warf den spanischen Medien vor, die Betrugsgerüchte aus Rache in Gang gesetzt zu haben. «Das ist eine Antwort der spanischen Medien auf die von (Ex-Tennis-Star) Yannick Noah angezettelte Doping-Polemik», sagte Aulas im Gespräch mit dem Radiosender Europe 1. Man dürfe sich nicht «völlig unmögliche Sachen vorstellen (...) Ich glaube, das ist vonseiten der Spanier kein Fair Play», fügte Aulas an. Der Franzose Noah hatte jüngst mit pauschalen Dopingvorwürfen gegen den spanischen Sport und der Forderung nach einer Freigabe verbotener Mittel Empörung ausgelöst.

Nach dem 0:3 von Ajax Amsterdam gegen Real Madrid, bei dem zwei offenbar reguläre Ajax-Tore aberkannt wurden, und dem 7:1 von Lyon in Zagreb haben die Franzosen den niederländischen Rekordmeister dank der Tordifferenz abgefangen und das Achtelfinale erreicht.