Frankfurt/Main (dpa) - Der Verdacht auf einen versuchten Briefbombenanschlag auf Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erhärtet sich: Der an Ackermann persönlich adressierte Briefumschlag, der gestern bei der Deutschen Bank in Frankfurt eingegangen war, enthielt laut Polizei ein explosives Pulver.

«Das war kein Sprengstoff, weder militärischer oder gewerblicher», sagte Polizeisprecher Alexander Kießling am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Das Pulver hätte beim Öffnen des Umschlags «aber mit Sicherheit gefährlich werden können», und Verbrennungen an Hand, Gesicht und Oberkörper verursachen können, sagte Kießling. Um was für ein Pulver es sich handelt, werde derzeit untersucht.

Nach der verdächtigen Postsendung in Frankfurt befindet sich auch die Finanzmetropole New York in erhöhter Alarmbereitschaft. Auch die Bundespolizei FBI schaltete sich in die Ermittlungen ein: «Die FBI-Ermittlungsgruppe für Terrorismus arbeitet mit den deutschen Behörden zusammen, um den Vorfall in Frankfurt aufzuklären und mögliche Bedrohungen gegen Menschen oder Einrichtungen auszumachen», sagte ein FBI-Sprecher der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die New Yorker Polizei verschickte indes eine Warnung an Wall-Street-Unternehmen, dass sie bei Paketen «besonders vorsichtig» sein sollten. Das bestätigte ein Polizeisprecher. Die Streifen rund um die Büros der Deutschen Bank wurden verstärkt.