Nairobi (Kenia) (SID) - Drei Jahre und 110 Tage nach dem Olympia-Finale von 2008 erhielt Weltmeister Asbel Kipruto Kiprop endlich seine Goldmedaille von Peking. Der Kenianer empfing das Edelmetall bei einer Zeremonie in der Hauptstadt Nairobi von keinem Geringeren als Kipchoge Keino. Der Landsmann, heute Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, hatte genau auf dieser Strecke 1968 in Mexiko City die erste olympische Goldmedaille der Geschichte für Kenia gewonnen. Keino (71) war auch der erste Weltrekordler seines Landes und gewann 1972 bei den Sommerspielen in München über 3000 m Hindernis ein zweites Olympia-Gold.

Kiprop rückte als Olympiasieger nach, weil Rashid Ramzi der Sieg wegen Dopings aberkannt worden war. Der Mann aus Bahrain hatte damals das Rennen in 3:32,94 Minuten vor Kiprop (3:33,11) gewonnen. Silber ging nachträglich an Nicholas Willis (Neuseeland), Bronze an Mehdi Baala (Frankreich).

Bei der WM 2011 in Daegu/Südkorea gewann Kiprop über 1500 m vor Landsmann Silas Kiplagat eine von sieben kenianischen Goldmedaillen. Mehr Siege feierten nur die USA (12) und Russland (9).