Brüssel (dpa) - Die Nato und Russland sind weiter uneins über die von der Nato geplante Raketenabwehr in Europa. Dies sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach Gesprächen der 28 Nato-Außenminister mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Donnerstag in Brüssel.

«Über die Raketenabwehr sind wir uns noch nicht einig», sagte er nach dem Gespräch, das knapp eine Stunde länger dauerte als geplant. «Aber wir sind alle einig, dass wir es weiterhin versuchen sollten, dass wir weiterhin miteinander reden müssen.»

Die Nato sei bereit, die Bedenken Russlands gegen die Raketenabwehr ernst zu nehmen: «Wenn wir uns in dieser Frage einigen können, dann wird das unsere Beziehung auf ein neues Niveau bringen.» Russland sieht die Nato-Raketenpläne als Gefahr und hat die Stationierung eigener Raketen nahe der Nato-Grenzen angekündigt.

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