London (SID) - Ein Beispiel, das Schule machen könnte: Der britische Sprinter James Ellington hat sich in seinem verzweifelten Kampf um Sponsoren für Olympia 2012 in London beim Internet-Aktionshaus Ebay mit Erfolg selbst versteigert. Sieben Stunden nachdem er die Werberechte an seiner Person für 30.000 englische Pfund (rund 35.000 Euro) angeboten hatte, gab es bereits ein Anfangsgebot.

Ob dieses erfolgreich ist oder ein anderer mehr bietet: Wer die Rechte an James Ellington ersteigert, könnte Werbschriftzüge auf der Kleidung des Athleten platzieren - allerdings nur im Training und bei Medienterminen vor oder nach den Spielen.

Aufgrund seiner vielen Verletzungen in den letzten vier Jahren hatten sich alle Sponsoren von Ellington abgewandt. "Ich bin jetzt verletzungsfrei und vielleicht eine der größten britischen Sprinthoffnungen für nächstes Jahr", sagte der bisher nicht sonderlich in Erscheinung getretene Sprinter, "aber ich brauche mindestens 30.000 Pfund für die Vorbereitung. In dieser Zeit kann ich keinen normalen Job ausüben."

Mit einer 200-m-Bestzeit von 20,52 Sekunden gehört Ellington 2011 nur zum Kreis der 58 Weltbesten und ist weit entfernt von der Elite um die Jamaika-Stars Yohan Blake (19,26) und Usain Bolt (19,40). Noch eine Hundertstelsekunde schneller als der Brite war 2011 Sebastian Ernst (Wattenscheid) als bester Deutscher.