Hamburg (dpa) - Die Nordsee erwärmt sich zunehmend. Eine langandauernde herbstliche Hochdruckwetterlage über Mitteleuropa hat die Oberflächentemperatur der gesamten Nordsee im November dieses Jahres auf den dritthöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1969 steigen lassen.

Dies teilte das Deutsche Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Donnerstag mit. Mit 11 Grad Celsius lag die Wassertemperatur um 1,4 Grad über dem langjährigen Mittel von 9,6 Grad.

Grund für das warme Wasser waren neben der intensiven Sonneneinstrahlung der milde Wind aus südlichen Richtungen. Er trieb warmes Atlantik-Wasser über den Englischen Kanal entlang der niederländischen Küste quer über die Deutsche Bucht in Richtung Nordjütland. Nur direkt vor den Badestränden Schleswig-Holsteins und Niedersachsens war die Nordsee kälter als auf dem offenen Meer - im Schnitt rund ein Grad. Grund dafür waren ablandige Winde, die kühles Wasser an die Oberfläche zogen, hieß es.