Harrachov (SID) - Skispringer Martin Schmitt hat nach seinem passablen Saisonstart einen schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Der 33 Jahre alte Schwarzwälder verpasste im tschechischen Harrachov als 41. knapp die Qualifikation für das vierte Einzelspringen in diesem Weltcup-Winter. Sein Sprung auf 112,5 Meter brachte nur 93,5 Punkte - 0,8 Zähler oder einen halben Meter zu wenig. Neben Schmitt schieden Felix Schoft (Partenkirchen/111m/86,3 Punkte) und Maximilian Mechler (Isny/101/73,7) aus.

Der Berchtesgadener Michael Neumayer (122,5 m/109,8 Punkte) und Andreas Wank aus Oberhof (119/103,8) erreichten das Springen am Freitag (17.00 Uhr) souverän. Die aktuellen Vorspringer der DSV-Mannschaft, Richard Freitag (Aue) und Severin Freund (Rastbüchl), waren als Dritter und Vierter des Weltcups vorqualifiziert.

Freitag zeigte bei seiner Premiere auf der Großschanze in Harrachov mit 133,5m den zweitweitesten Sprung der Favoritengruppe hinter dem Österreicher Gregor Schlierenzauer (137). Freund kam auf 126,5m. Bester der Qualifikanten war der Norweger Vegard Haukø Sklett mit 128,5m (126,6 Punkte).

Das Training für die Quali wurde überschattet von einem Sturz von Roman Koudelka. Als der Tscheche noch in der Luft war, löste sich bei ihm die Bindung des rechten Skis. Koudelka kam zu Fall und wurde mit einer schweren Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Zuvor war bereits der Slowene Dejan Judez gestürzt. Er zog sich eine Prellung am Oberschenkel zu, nahm aber an der Quali teil und erreichte den Wettkampf.