New Orleans (dpa) - Das Wechseltheater Chris Paul ist zu Ende. Die NBA genehmigte den Transfer des Superstars von den New Orleans Hornets zu den Los Angeles Clippers. Im Gegenzug geben die Clippers den deutschen Nationalspieler Chris Kaman sowie Eric Gordon und Al-Farouq Aminu an die Hornets ab.

«Es fühlt sich ein bisschen komisch an, getradet zu werden. Ich bin bei den Clippers, seitdem ich in der NBA bin», twitterte Kaman. Pauls Wechsel nach Kalifornien war zuvor zweimal gescheitert. Zunächst hatte die Liga, die seit rund einem Jahr die New Orleans Hornets besitzt, den Weggang des Guards zu den Los Angeles Lakers verboten. Danach hatte sie gegen ein erstes Transferpaket mit den Clippers ihr Veto eingelegt und damit in den USA heftige Diskussionen ausgelöst.

«Ich muss zugeben, dass es nicht viel Spaß gemacht hat, diese Rolle auszuüben», sagte der heftig kritisierte NBA-Boss David Stern. «Aber ich weiß, dass wir das Beste für die New Orleans Hornets gemacht haben und das war mein Job», meinte Stern.

Mit der Verpflichtung des Olympiasiegers Paul könnten die Clippers in Los Angeles tatsächlich zu einem ernsthaften Konkurrenten der in der Glamour-Stadt bislang übermächtigen Lakers werden. «Die Clippers sind jetzt ein ernsthafter Mitbewerber um den Titel im Westen», twitterte Lakers-Legende Magic Johnson anerkennend.

Zusammen mit Dunking-König Blake Griffin soll Paul das neue Traumpaar in Hollywood werden. «Ich denke, es hatte alles mit Blake Griffin zu tun. Er ist einer der talentiertesten Basketball-Spieler. Ich denke, Chris Paul wird das gefallen», sagte Kaman. Der 29-Jährige wurde von den Ereignissen völlig überrascht. «Gestern hat man mir noch gesagt, dass der Wechsel nicht durchgeht», meinte der Center. Kaman spielte acht Jahre für die Clippers und erzielte im Schnitt 11,8 Punkte pro Partie.

Ein anderer spektakulärer Wechsel in der NBA scheint dagegen vom Tisch. Die Orlando Magic erklärten, dass sie ihren Topspieler Dwight Howard erst einmal nicht abgeben werden. Der Center hatte zuletzt deutlich seinen Wechselwunsch geäußert. Unter anderem waren die Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki an dem Allstar interessiert. Howards Vertrag in Orlando läuft im Sommer 2012 aus.