Hamburg/Norderstedt (dpa) - Unter großem Medieninteresse hat am Donnerstagabend die erneute Abstimmung eines Kleingärtnervereins in Norderstedt über die Einführung einer Migrantenquote begonnen.

Die Hobbygärtner aus Schleswig-Holstein hatten im Oktober beschlossen, nur noch 12,6 Prozent ihrer Parzellen an Migranten zu vergeben. Das hatte deutschlandweit Empörung ausgelöst, die Stadt hatte eine erneute Abstimmung und eine Distanzierung gefordert.

Auch die Integrationsbeauftragte der Stadt Norderstedt und der Präsident des Bundesverband Deutscher Gartenfreunde, Norbert Franke, nahmen an der Versammlung teil. Franke hatte sich zuvor in einem Brief an die Stadt für die Entscheidung der Norderstedter Kleingärtner entschuldigt. Ob und wann Ergebnisse der erneuten Abstimmung bekannt gegeben werden, war zunächst unklar.