Hamburg/Norderstedt (dpa) - Ein Kleingartenverein im schleswig-holsteinischen Norderstedt hat seine umstrittene Migrantenquote zurückgenommen.

«Der Verein hat jetzt das wiedergutgemacht, was vorher schlecht gemacht worden ist», sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde, Norbert Franke, nach der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend. Die Entscheidung sei einstimmig gewesen, und der Vorstand habe sich bei den Migranten im Verein entschuldigt.

«Es ist klar und deutlich geworden, dass das ein Fehler war», sagte Franke. Die Kleingärtner hatten im Oktober beschlossen, nur noch 12,6 Prozent - neun ihrer insgesamt 73 Parzellen - an Menschen mit ausländischen Wurzeln zu vergeben. Das hatte deutschlandweit Empörung und Entsetzen ausgelöst.