Berlin (dpa) - Die Ursache für den rund dreistündigen Kollaps des Berliner S-Bahn-Verkehrs war nach Unternehmensangaben «ein technischer Defekt bei planmäßigen Wartungsarbeiten». Ein S-Bahn-Sprecher sagte, ein technisches Bauteil - ein sogenannter Wechselrichter - sei dabei zerstört werden.

Die Folge war ein Stromausfall in der S-Bahn-Betriebszentrale in Berlin-Halensee. Von dort wird etwa die Hälfte des S-Bahn-Netzes elektronisch gesteuert. Ein Ersatz-Wechselrichter, der die Funktion des defekten Bauteils hätte übernehmen sollen, habe ebenfalls versagt, berichtete der Sprecher.

Die fraglichen Wartungsarbeiten seien zuvor schon etwa hundert Mal gemacht worden, ohne dass es ein Problem gegeben habe. Sie seien von Technikern der Bahn und von externen Firmen ausgeführt worden. Soweit bekannt, hätten diese dabei nichts falsch gemacht, sagte der Sprecher.

Durch den Stromausfall schalteten die Signale auf den betroffenen Strecken automatisch auf Rot. Die Züge durften deshalb nur im Schritttempo bis zur nächsten Bahnhof fahren.

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