Berlin (dpa) - Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) und Bundestrainer Dirk Lange haben sich nach wochenlangen Verhandlungen auf die Beendigung des Dienstverhältnisses zum 31. Dezember geeinigt. Das teilten beide Parteien in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Grund für die Trennung sei die «unterschiedliche Auffassung in der Frage der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft», hieß es. Zum Inhalt des Aufhebungsvertrages wurde nichts bekannt. Die Aufgaben Langes werden für die Olympia-Saison voraussichtlich auf mehrere Schultern verteilt. Einen neuen Bundestrainer werde es bis London nicht geben, hatte Leistungssportdirektor Lutz Buschkow vor drei Wochen angekündigt.

«Ich bin natürlich froh, dass ich jetzt wieder arbeiten kann, wie ich das machen möchte. Es haben sich jetzt schon Verbände bei mir gemeldet, die nach Olympia mit mir zusammenarbeiten wollen», sagte Lange am Donnerstag, «Auch wenn ich als Legionär für andere tätig sein sollte, wünsche ich der Nationalmannschaft alles Gute.» Bis dahin will Lange in der Betreuung der Brustschwimmer Marco Koch (Darmstadt) und Cameron van der Burgh (Südafrika) tätig sein.

Seit Wochen befanden sich der DSV und Lange in Gesprächen über die vorzeitige Auflösung des bis Ende 2012 datierten Vertrages. Nun habe ein «fairer und konstruktiver Dialog hinsichtlich der Konditionen» zur Beendigung des Dienstverhältnisses geführt, teilten der DSV und Lange mit.