München/Berlin (dpa) - Bei jungen Männern ist der Vollbart in den vergangenen Jahren zu einer hippen Massenerscheinung geworden. Jetzt soll Schluss damit sein.

Der Bart-Trend kam unter anderem aus der Schwulen-Szene, in der sich kernige Kerle absetzen wollten von dem inzwischen allzu weit verbreiteten Massenphänomen des Hypergepflegten und Komplett-Enthaarten, also von glatten, sogenannten metrosexuellen Typen wie David Beckham. Doch das Männermagazin «GQ» aus dem «Vogue»-Verlag Condé Nast schreibt jetzt in seiner Januar-Ausgabe: «Entgegen allen Prophezeiungen von Stylisten und Designern hat sich der Vollbart nicht durchgesetzt. Zurückhaltung ist angesagt - in der Welt der Trends stets ein Zeichen für Krisenzeiten. Was folgt, ist die Rückbesinnung auf das Schlichte. Soll heißen: 2012 geht der Mann wieder glatt rasiert oder mit einem ultrakurzen, akkurat gestutzten Dreitageschatten. Individualisten lassen ihn bis auf eine Länge von maximal drei Zentimetern wuchern.»