FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> hat sich am Donnerstag gestützt durch eine erfolgreiche Anleihenauktion in Spanien von seinen deutlichen Vortagesverlusten erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3013 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte der Euro noch zeitweise unter der Marke von 1,30 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,3019 (Mittwoch: 1,2993) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7681 (0,7696) Euro. Der Eurokurs war noch am Mittwoch erstmals seit Januar unter die Marke von 1,30 Dollar gefallen.

"Die positiv verlaufene Auktion spanischer Staatsanleihen hat die Risikoneigung und damit auch den Euro gestützt", sagte Eugen Keller, Devisenexperte vom Bankhaus Metzler. Spanien hatte sich am Donnerstag problemlos zu relativ günstigen Konditionen refinanzieren können. "Die großzügige und langfristig ausgerichtete Versorgung der Banken mit Liquidität durch die EZB zahlt sich hier aus", sagte Keller. So seien vor allem die Risikoaufschläge für zweijährige spanische aber auch italienische Staatsanleihen stark gesunken.

Gestützt wurde der Euro laut Keller aber auch durch besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA. Die Einkaufskaufsmanagerindizes für die Eurozone hatten sich im Dezember überraschend aufgehellt. Volkswirte sehen darin einen Hinweis, dass sich die Konjunktur nicht so stark wie befürchtet abschwächen könnte. Positiv wirkten sich zudem die Kursgewinne an den Aktienmärkten aus. Der Euro und die Aktienkurse hätten sich zuletzt zumeist gleichgerichtet entwickelt, sagte Keller.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83935 (0,83900) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 101,30 (101,44) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2261 (1,2317) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.635,00 (1.603,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 38.630,00 (39.660,00) Euro.