Genf (dpa) - Nach 18 Jahre währenden Verhandlungen wird Russland heute in die Welthandelsorganisation (WTO) aufgenommen. Rund zehn Jahre nach dem Beitritt Chinas wird damit auch der letzte noch ungebundene Energie- und Rohstoffriese in das Regelsystem des Welthandels einbezogen.

Die Aufnahmezeremonie findet im Rahmen der 8. WTO-Ministerkonferenz in Genf statt. Von der Anpassung russischer Regeln an die WTO-Standards versprechen Investoren sich unter anderem mehr Sicherheit für Geschäfte in Russland, bessere Marktchancen sowie höhere Erträge. Auch Montenegro, Samoa und Vanuatu gehören zu den neuen Mitgliedern der WTO, in der künftig 157 Staaten vertreten sind.

Zum Auftakt der Konferenz hatte WTO-Generaldirektor Pascal Lamy am Donnerstag vor zunehmendem Protektionismus in vielen Ländern gewarnt. Zugleich beklagte er, dass die Doha-Verhandlungsrunde über die Liberalisierung des Welthandels zum Stillstand gekommen sei.

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