Flensburg (SID) - Die SG Flensburg-Handewitt hat das Verfolgerduell der Handball-Bundesliga gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 37:34 (17:18) für sich entschieden. Dagegen musste der deutsche Meister HSV Hamburg beim 25:24 (13:10) gegen die HSG Wetzlar lange zittern, um ebenfalls in der Verfolgergruppe hinter dem verlustpunktfreien Spitzenreiter THW Kiel zu verbleiben. Altmeister VfL Gummersbach verpasste beim 33:33 (13:16) gegen den TSV Hannover-Burgdorf den ersehnten Befreiungsschlag und steht weiter auf einem Abstiegsplatz.

In Flensburg erzielte Holger Glandorf auf Seiten der Gastgeber in einem turbulenten Spiel zehn Treffer. Für die Löwen war sein Nationalmannschaftskollege Uwe Gensheimer mit neun Toren erfolgreichster Werfer.

Eine doppelte Zweiminutenstrafe - Gensheimer und Bjarte Myrhol mussten auf die Bank - brachte nach der Pause die Wende zugunsten der Flensburger. Insgesamt kassierten die Löwen acht Zeitstrafen und verspielten damit letztlich ihre knappe Halbzeitführung. Höhepunkt der Unsportlichkeiten war die Rote Karte gegen Löwen-Abwehrchef Oliver Roggisch kurz vor Schluss nach einem Schlag gegen Michael Knudsen.

Beim zwölften HSV-Sieg im 16. Saisonspiel war Matthias Flohr mit fünf Treffern der beste Torschütze der Hausherren. Trotz seiner Tore mussten die Hamburger in der Schlussphase um den Sieg zittern. Wetzlars Adnan Harmandic vergab mit der Schlusssirene einen Siebenmeter zum möglichen Ausgleich.

In Gummersbach sah es lange Zeite nach der dritten Niederlage des VfL im dritten Spiel unter Interimscoach Emir Kurtagic aus, der das Team nach der Trennung von Trainer Sead Hasanefendic übernommen hatte. Mitte der zweiten Halbzeit lag Gummersbach mit sechs Tore zurück, ehe die starken Adrian Pfahl (neun Treffer) und Kentin Mahé (sieben) zumindest noch einen Punkt retteten.

Mit 8:24 Punkten bleibt Gummersbach Tabellen-16. vor dem TV Hüttenberg (7:25), der trotz elf Treffern von Timm Schneider 32:33 (13:17) gegen den Bergischen HC verlor.