Courchevel (dpa) - Das wechselhafte Wetter in Europa sorgt weiter für Turbulenzen im alpinen Weltcup-Kalender. Wegen zu starken Schneefalls wurde der Damen-Slalom am Samstag im französischen Courchevel abgesagt.

Das Rennen war zunächst verschoben worden, die Organisatoren konnten jedoch keine renntüchtige Piste garantieren. Der Torlauf soll nun am Sonntag stattfinden. Wann und wo der für diesen Tag geplante Riesenslalom nachgeholt werden kann, blieb zunächst offen. Am Dienstag steht für die Damen ein Slalom im österreichischen Flachau auf dem Programm.

Die Skirennfahrerinnen sahen die Absage nach der Besichtigung als notwendig an. «Die Piste ist nicht in einem besonders guten Zustand», sagte Gesamtweltcupsiegerin Maria Höfl-Riesch, «sie ist nicht hart genug, um da jetzt 65 Leute runterzuschicken.» Neben der deutschen Doppel-Olympiasiegerin setzte sich auch ihre amerikanische Freundin Lindsey Vonn als Wortführerin für eine Verschiebung ein: «Ich habe mit den anderen Mädels geredet. Wir haben alle die gleiche Meinung: Es ist zu gefährlich für die Athleten.»

Bis zu Beginn dieser Woche gab es in den Hochsavoyen gar keinen Schnee, in den vergangenen Tagen fielen insgesamt anderthalb Meter - zu viel für ein Weltcup-Rennen. Damit setzen sich die Terminprobleme fort: Der für Mitte November geplante erste Slalom im finnischen Levi wurde wegen fehlenden Schnees nach Flachau verlegt. Auch am vergangenen Wochenende war es in Val d'Isère noch zu warm, so dass ein Super-G im amerikanischen Beaver Creek auf den 7. Dezember vorgezogen worden war.