Tokio (dpa) - Die wichtigsten japanischen Aktienindizes sind am Montag belastet von der Nachricht vom Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il und Sorgen um die Eurozone und Asien tiefer aus dem Handel gegangen.

Der Nikkei 225 verlor 1,26 Prozent auf 8.296,12 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab um 0,99 Prozent auf 716,38 Punkte nach. Vor dem Hintergrund kritischer Äußerungen der Ratingagentur Fitch zu den Eurostaaten am Freitagabend war der Aktienmarkt bereits leichter gestartet.

Die Nachricht vom Tod des nordkoreanischen Diktators sei an den Finanzmärkten mit Verunsicherung aufgenommen worden, sagten Händler. Während die asiatischen Börsen nachgaben, war der Dollar als Fluchtwährung gesucht. Die US-Devise legte gegenüber fast allen Referenzwährungen deutlich zu.

Der Euro ist in Frankfurt am Montag über die Marke von 1,30 US-Dollar zurückgeklettert. Nachdem Nordkorea am Morgen den Tod von Kim Jong Il bekanntgab, war die Gemeinschaftswährung im asiatischen Handel zwischenzeitlich bis auf 1,2984 US-Dollar gefallen. Zuletzt wurde der Euro leicht erholt bei 1,3008 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,3064 (Donnerstag: 1,3019) Dollar festgesetzt.