Berlin (dpa) - Große Künstler wie Mozart, Goethe oder Schiller werden gerne auf einen Sockel gehoben als Feingeister, denen alles Gewöhnliche fremd war. Marcus H. Rosenmüller beweist mit «Sommer der Gaukler» das Gegenteil.

Emanuel Schikaneder, Schriftsteller und Theaterdirektor, hat zwar seine künstlerischen Eigenheiten. Doch er ist auch derb, trinkfest und bewegt sich aus Geldmangel oft am Rande der Gesellschaft. Auf einer Reise nach Salzburg gerät er mit seiner Theatertruppe in den Aufstand einiger Bergarbeiter. Als auch noch Wolfgang Amadeus Mozart in dem Dorf auftaucht, geht es drunter und drüber. «Sommer der Gaukler» ist ein turbulenter Film mit einigen Überraschungen, der gerade durch seine verrückte und kunterbunte Inszenierung hervorsticht. Ein vergnüglicher Streifen mit Max von Thun, Lisa Maria Potthoff und dem Allgäuer Kabarettisten Maxi Schafroth.

Sommer der Gaukler, Deutschland 2011, 110 Min., FSK ab 6, von Marcus H. Rosenmüller, mit Max von Thun, Lisa Maria Potthoff, Maxi Schafroth, Anna Maria Sturm

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