Berlin (dpa) - Dank Arjen Robben hat der FC Bayern München die Pflichtaufgabe im DFB-Pokal beim VfL Bochum gemeistert und das fünfte Mal in Serie das Viertelfinale erreicht. Der Niederländer sorgte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit (90.+1) für den 2:1 (0:1)-Arbeitssieg beim Zweitligisten.

Die VfL-Führung vor 29 299 Zuschauern in der ausverkauften Bochumer Arena durch Giovanni Federico (26.) glich Toni Kroos (52.) aus. Das einzige Bundesliga-Duell entschied 1899 Hoffenheim mit 2:1 (1:1) gegen den FC Augsburg für sich.

Im 254. fränkischen Fußball-Derby mit dem 1. FC Nürnberg feierte die SpVgg Greuther Fürth einen verdienten 1:0 (1:0)-Achtelfinalerfolg und zog das dritte Mal seit 2004 in die Runde der besten acht Teams ein. Edgar Prib erzielte in der 15. Minute das entscheidende Tor für den Zweitligisten, der auch nach der Gelb-Roten Karte für Bernd Nehrig (66.) den FCN-Angriffen standhielt. Das Viertelfinale, das am Mittwochabend ausgelost wird, findet am 7./8. Februar 2012 statt.

Nach einer glänzenden Vorlage seines kongenialen Mittelfeld- Partners Franck Ribéry sorgte Robben mit einem überlegten Schuss aus kurzer Distanz für den späten Bayern-Jubel. «Wir haben es uns selbst schwer gemacht», sagte der Niederländer. «Ich dachte schon, wir müssen noch eine halbe Stunde länger spielen. Aber jetzt haben wir früher Urlaub.»

Den zweiten Münchner Treffer hatte Christoph Dabrowski mit einem eklatanten Fehlpass eingeleitet. «Ich bin natürlich enttäuscht, wenn man kurz vor Schluss so ein Spiel noch verliert», meinte VfL-Coach Andreas Bergmann. Sein Bayern-Kollege Jupp Heynckes zollte dem tapfer kämpfenden Heimteam Respekt: «Wir haben gegen eine sehr gut spielende und verteidigende Bochumer Mannschaft glücklich gewonnen.»

Während der Rekordmeister im Ruhrgebiet lange überlegen agierte, war in der zweiten Auftaktpartie der Runde der besten 16 ein Klassenunterschied gar nicht zu erkennen. Beflügelt durch den 5:0-Sieg zum Vorrundenabschluss gegen Union Berlin spielte Fürth auch im Derby entschlossen nach vorne und nutzte gleich die erste Unaufmerksamkeit der Club-Abwehr eiskalt aus. Als Christopher Nöthe nach einer Viertelstunde einen Eckball von Heinrich Schmidtgal mit dem Kopf verlängerte, stand Prib völlig frei und köpfte zum 0:1 ein.

«Das ist einfach wunderbar, dieses Gefühl. So was erlebt man nicht jeden Tag», schwärmte Torschütze Prib, der acht Tage nach seiner Lachnummer von Frankfurt, wo er eine Riesenchance ausgelassen hatte, zum Matchwinner wurde. Pribs Coach Mike Büskens sagte: «Ich bin sehr, sehr stolz auf die Leistung, die die Mannschaft abgeliefert hat.»

Nach der zweiten Gelben Karte für Nehrig binnen 17 Minuten rannten die Nürnberger in Überzahl auf das Fürther Tor an, blieben jedoch ohne Erfolg. Die Gäste hatten Glück, dass Schiedsrichter Knut Kircher den vermeintlichen Ausgleich durch Daniel Didavi (79.) wegen eines Aufstützens von Albert Bunjaku nicht anerkannte.

Hoffenheim konnte sich bei seinem fünften Viertelfinaleinzug auf seine bosnischen Torgaranten verlassen. Die Treffer von Sejad Salihovic (23.) und Vedad Ibisevic (49.) bescherten den Badenern einen versöhnlichen Jahresabschluss. Vor der Minuskulisse von nur 10 375 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena traf Torsten Oehrl (36.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich für den FCA, dem im zweiten Durchgang die Entschlossenheit für eine erneute Wende fehlte.