Bremen (dpa) - Nach dem Tod mehrerer Frühchen in Bremen hat ein Untersuchungsbericht dem Krankenhaus eine schlampige Dokumentation attestiert. Zudem seien auf der Frühchen-Station am Klinikum Bremen-Mitte Meldepflichten nicht beachtet worden. Es gebe aber keine Anhaltspunkte für ein gezieltes Verschweigen oder Vertuschen. Auch lasse sich nicht ableiten, dass die Todesfälle möglicherweise durch schnelleres Handeln hätten verhindert werden können. Insgesamt sollen in diesem Jahr 25 Frühgeborene an einem multiresistenten Darmkeim erkrankt sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen sechs Todesfällen.