Köln (SID) - Werner von Moltke, Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), hat das Jahr kurz vor dem Ausklang "sehr positiv" bewertet. "Die Beacher haben sich hervorragend geschlagen und ihre Position in der Weltspitze bestätigt", hob der 75-Jährige hervor. Als einen der Höhepunkte bezeichnete von Moltke die WM-Bronzemedaille von Julius Brink und Jonas Reckermann.

Doch auch die Leistungen in der Halle haben den Präsidenten trotz einiger Probleme überzeugt. "Bei den Frauen fing das Jahr mit dem Grand Prix nicht so toll an, aber die EM und der World Cup waren herausragend", so von Moltke. Trotz der Niederlage sei das EM-Endspiel in Belgrad eines seiner schönsten Erlebnisse in 2011 gewesen.

Das schwierige Jahr der Männer habe immerhin ein gutes Ende genommen. "Die Männer haben sich nach dem schwachen Abschneiden bei der EM berappelt. Mit dem Turniersieg in Frankreich haben sie sich zwei Qualifikations-Chancen für London 2012 erarbeitet", sagte der ehemalige Spitzen-Leichtathlet.

Von Molte glaubt, dass der DVV bei den Olympischen Spielen stark vertreten sein wird: "Ich hoffe auf fünf Teams, glaube aber, dass es sogar alle sechs Teams schaffen können." Die Tatsache, dass Deutschland in Großbritannien bei vielen Ballsportarten nicht vertreten sein wird, will von Moltke ausnutzen: "Der DVV hat die große und einmalige Chance, sich unter den Spielsportarten hervorragend zu präsentieren."

Wer die DVV-Männer nach dem Rauswurf von Raúl Lozano als Trainer nach London führen soll, ist weiterhin unklar. "Die Nachfolgeregelung ist noch nicht entschieden. Spätestens im Februar muss die Entscheidung gefallen sein", sagte von Moltke. Übergangsweise wird das Team von Steward Bernard betreut.

Von Moltke, seit 15 Jahren im Amt, will sich spätestens 2013 zurückziehen. Ein früherer Abschied sei aber denkbar. "Wenn 2012 jemand da ist, der möchte und die Mehrheit hat, trete ich zurück. Denn ein olympischer Rhythmus ist natürlich ideal. Ist das nicht der Fall, trete ich definitiv 2013 zurück."