NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat nach unerwartet guten Konjunkturdaten und einer erfolgreichen Versteigerung spanischer Staatsanleihen zu einer Erholung angesetzt. Für die Gemeinschaftswährung wurden zuletzt in New York 1,3080 US-Dollar gezahlt, nachdem sie erst am Vorabend wieder unter die Marke von 1,30 Dollar abgetaucht war. Im Handelsverlauf war der Euro zuvor zeitweise um über einen Cent nach oben gesprungen und hatte so ein Tageshoch bei 1,3134 US-Dollar erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3074 (Montag: 1,3039) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7649 (0,7669) Euro.

Händler erklärten die Kursgewinne beim Euro mit einer steigenden Risikobereitschaft der Anleger, nachdem Wirtschaftsdaten auf beiden Seiten des Atlantiks erfreulich ausgefallen waren. In den USA überzeugten gute Daten vom Immobilienmarkt, während es mit einer über den Erwartungen liegenden Stimmung in der deutschen Wirtschaft auch positive Signale aus Europa gegeben hatte. Einen weiteren Kurstreiber sahen Experten in einer erfolgreichen Versteigerung spanischer Staatsanleihen.

Nach Angaben der spanischen Notenbank konnte sich das Eurozonenland bei einer starken Nachfrage zu drastisch geringeren Zinsen frisches Geld am Markt beschaffen. Für Devisenexperte Harwig Wild vom Bankhaus Metzler hat dies zu einer leichten Entspannung in der Euro-Schuldenkrise geführt. Der Experte verwies zugleich aber auf eine niedrige Liquidität am Devisenmarkt: Kurz vor dem Jahresende hätten bereits viele Investoren damit begonnen, "ihre Bücher zu schließen", so der Experte.