Sevilla (SID) - José María del Nido hat trotz der Verurteilung zu einer mehrjährigen Haftstrafe einen Rücktritt als Präsident des spanischen Fußball-Erstligisten FC Sevilla abgelehnt. "Das ist eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens. Es (das Urteil, d. Red.) war eine schallende Ohrfeige. Ich dachte, dass sie mich nicht verurteilen würden", sagte der 54-Jährige. Zugleich kündigte er an, das Urteil anzufechten und vor den Obersten Gerichtshof zu ziehen.

Del Nido, in dessen Ära Sevilla zweimal den UEFA-Cup, einmal den europäischen Supercup, zweimal den spanischen Pokal und einmal den spanischen Supercup gewonnen hat, war am Montag von einem Gericht im andalusischen Málaga wegen Betrugs und Korruption zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Del Nidos Vergehen stehen in Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt in der Stadtverwaltung von Marbella zwischen 1999 und 2003.