Fort Meade (dpa) - Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning will sich nicht persönlich zu der Anklage gegen ihn äußern. Der 24-Jährige lehnte am Mittwoch in seiner Anhörung vor einem Militärgericht in Fort Meade (Maryland) jegliche Möglichkeit zur Stellungnahme ab.

Seine Anwälte nutzten dagegen die Chance, zwei eigene Zeugen zu befragen, um den US-Soldaten zu entlasten. Das Vorverfahren wird voraussichtlich an diesem Donnerstag nach sieben Tagen mit den Schlussplädoyers der Ankläger und Verteidiger enden.

Dem Obergefreiten wird vorgeworfen, während seiner Stationierung als Analyst der US-Armee im Irak Geheimdienstdokumente aus Computern gezogen und sie der Enthüllungsplattform zugespielt zu haben. Er befindet sich deswegen seit mehr als eineinhalb Jahren in Haft. Die Anhörung soll klären, ob die Beweise für die Eröffnung eines Militärprozesses ausreichen. In dem Falle droht Manning bei einer Verurteilung eine lebenslange Gefängnisstrafe. Es kann mehrere Wochen dauern, bis über die Fortsetzung des Verfahrens entschieden wird.

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