Berlin (dpa) - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht den Arbeitsmarkt in Deutschland trotz Euro-Krise und abflauender Konjunktur auch 2012 im Aufwind.

«Wir haben einen grundsoliden Arbeitsmarkt in Deutschland. Alle Daten weisen auf einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit hin», sagte von der Leyen in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. «Wir bleiben im Durchschnitt unter der Marke von drei Millionen Arbeitslosen. Das ist sicher, wenn die Weltwirtschaft nicht dramatisch einbricht. Wir werden jedenfalls beharrlich daran arbeiten, dass die Arbeitslosigkeit weiter sinkt.»

Im November waren 2,71 Millionen Menschen zwischen Flensburg und Garmisch ohne Arbeit. Fünf Jahre zuvor waren es noch knapp 4 Millionen. Von der Leyen zeigte sich allerdings besorgt über die größer werdende Fachkräftelücke: «Die Fachkräftesicherung in Deutschland ist unser größtes Problem, aber auch unsere größte Chance.» Die Regierung habe deshalb die Hürden für die Zuwanderung von Spezialisten aus Nicht-EU-Ländern gesenkt.

Der Arbeitsmarkt ist nach Einschätzung der Ministerin «in einer ausgesprochen robusten Verfassung. Wir haben fast Vollbeschäftigung bei den Jugendlichen, die Langzeitarbeitslosigkeit sinkt und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass sich da etwas ändert.» Damit stehe Deutschland auch im internationalen Vergleich gut da. «Wir sind in Europa im Augenblick ein Fels in der Brandung». Es gebe aber Risiken aus der Euro-Zone. «Deshalb bleiben wir wachsam. Wir sollten aber nicht den Teufel an die Wand malen.»