London (dpa) - Prinz Philip, 90 Jahre alter Ehemann von Queen Elizabeth II., hat seine Herzoperation gut überstanden. Er habe eine «gute Nacht» gehabt, teilte der Buckingham Palast am Samstagvormittag mit. Mitglieder der königlichen Familie wollten ihn noch am Samstag im Krankenhaus besuchen.

Unklar war, ob der Prinzgemahl rechtzeitig entlassen werden kann, um das Weihnachtsfest mit der Queen und den übrigen Angehörigen der Windsor-Familie traditionsgemäß auf dem Landsitz Sandringham zu verbringen.

Philip war am Freitagabend mit starken Brustschmerzen von Sandringham in eine Spezialklinik nach Cambridge gebracht worden. Dort war ihm in einem minimalinvasiven Eingriff ein Stent gelegt worden. Eines der Gefäße, die das Herz mit Blut versorgen, war verschlossen, wie die Tests im Krankenhaus ergeben hatten. Mit dem Stent wird das verschlossene Blutgefäß erweitert, so dass der Blutfluss wieder gewährleistet wird. Die Operation sei erfolgreich verlaufen, ließ der Buckingham Palast verlauten. Philip müsse aber für «kurze Zeit» zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

Nach einer Stent-Operation können Patienten oft schon einen Tag nach dem Eingriff die Klinik verlassen. Alles hänge aber vom Verlauf der Operation ab und davon, ob es Komplikationen gebe. Philip erfreute sich in den vergangenen Monaten trotz seines hohen Alters von 90 Jahren guter Gesundheit, er gilt als robust. Im Oktober hatte er noch eine elftägige Reise mit seiner fünf Jahre jüngeren Ehefrau Queen Elizabeth nach Australien angetreten. Philip und Elizabeth sind seit 64 Jahren verheiratet.