Augsburg (dpa) - Die beiden festgenommenen Männer, die in Augsburg einen Polizisten erschossen haben sollen, streiten die Tat offenbar ab. Das geht aus Äußerungen von Justizministerin Beate Merk (CSU) hervor.

Sie sprach von der noch bestehenden Unschuldsvermutung und zugleich deutlichen Anzeichen der Schuld der beiden Verdächtigen. Sie gratulierte am Freitag in Augsburg den Ermittlern zur «Aufklärung eines feigen und brutalen Verbrechens». Merk äußerte sich überzeugt, dass die Ermittler die Täter letztlich überführen und anklagen können.

Auch Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nahm an der Pressekonferenz teil und bestätigte, dass am Morgen gegen beide Männer Haftbefehle ergangen seien. Zwei Monate nach der Tat waren die Tatverdächtigen am Donnerstag festgenommen worden. Sie stehen in Verdacht, am 28. Oktober nach einer Verfolgungsjagd einen 41 Jahre alten Polizisten erschossen und seine Kollegin verletzt zu haben. Einer der beiden Tatverdächtigen hat laut Merk vor mehr als 30 Jahren schon einmal einen Polizeibeamten erschossen und dafür 19 Jahre Haft verbüßt.

Herrmann bedankte sich bei der Bevölkerung für die Anteilnahme und Solidarität für die Polizisten und die Angehörigen des Opfers. Vor neun Wochen geschah der «grausame Mord an Mathias Vieth» und die Verletzung seiner Kollegin, sagte Herrmann.