Kairo (dpa) - Beobachter der Arabischen Liga haben in Syrien den sofortigen Abzug von Heckenschützen in den Konfliktregionen verlangt.

Aus dem Umfeld der Mission erfuhr die Nachrichtenagentur dpa, dass Delegierte in der Protesthochburg Duma außerhalb der Hauptstadt Damaskus die auf Häuserdächern platzierten Schützen mit eigenen Augen gesehen hätten. Dort hatte es am Freitag Massenproteste gegen die Regierung von Baschar al-Assad gegeben.

Nach UN-Schätzungen sind seit Beginn des Aufstandes gegen das Regime im März mehr als 5000 Menschen getötet worden. Seit etwa einer Woche sind die Beobachter im Land. Ihre Aufgabe ist es, bis Ende Januar den Rückzug der syrischen Armee und die Freilassung politischer Gefangener zu überwachen. Ziel der Mission ist ein Ende des Blutvergießens.

Aktivist Omar Idlibi kritisierte, dass die Delegierten von der syrischen Führung massiv getäuscht würden. In der Provinz Idlib, nahe der türkischen Grenze, habe die Armee ihre Panzer versteckt, als die Beobachter kamen. Nach dem Besuch sei das Militär wieder aufgefahren.