Garmisch-Partenkirchen (SID) - Skispringer Severin Freund hat seine Ambitionen auf eine Podestplatzierung bei der 60. Vierschanzentournee nicht unterstreichen können. Einen Tag nach seinem vierten Platz zum Auftakt in Oberstdorf kam der Rastbüchler bei der chaotischen Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen nur auf Rang 20. Mit einem Sprung auf 126,5 m landete der 23-Jährige im Team des Deutschen Skiverbandes zwar den weitesten Sprung, blieb aber knapp hinter Richard Freitag (Aue), der nach einem Flug auf 125,0 m am Ende 18. wurde.

"Bei der Landung habe ich nicht alles reingelegt, weil es doch schon etwas dunkel wurde", sagte Freund: "Sonst habe ich alles gegeben. Es gilt, jetzt einfach da weiterzumachen."

Der genau wie Freund vorqualifizierte zweite Hoffnungsträger Freitag zeigte bei schwierigen Verhältnissen vor 3000 Zuschauern gute Ansätze, konnte aber kein Ausrufezeichen setzen. "Es hat hier besser funktioniert als in Oberstdorf", sagte Freitag. Den weitesten Satz des Tages zeigte Robert Kranjec (Slowenien), der bei 141,5 m landete.

Insgesamt erreichten sieben der zwölf DSV-Starter den Wettkampf. Ebenfalls qualifiziert sind Martin Schmitt (121,0 m/Furtwangen), Stephan Hocke (127,0/Schmiedefeld), Andreas Wank (123,0/Oberhof), Maximilian Mechler (121,0/Isny) und Michael Neumayer (124,5/Berchtesgaden).

Eine Enttäuschung erlebte hingegen Markus Eisenbichler, der am Vortag noch das Finale erreicht hatte, nun aber auf 101,5 Meter abstürzte und am Sonntag nicht dabei ist. Ebenfalls durchs Raster fielen Pascal Bodmer (109,5/Meßstetten), Danny Queck (115,5/Lauscha), David Winkler (102,0/Winterberg) und Felix Schoft (112,0/Partenkirchen).

Die Qualifikation musste im ersten Versuch wegen wechselnder Winde und starken Schneefalls nach 19 Springern abgebrochen und mit 20-minütiger Unterbrechung neu gestartet werden.