Berlin (dpa) - Dank eines der wärmsten Jahre aller Zeiten müssen die Verbraucher für das Jahr 2011 teilweise mehr als hundert Euro weniger an Heizkosten zahlen.

Wie das Verbraucherportal toptarif.de mitteilte, fielen die witterungsbedingten Energiekosten rund 15 Prozent geringer aus als noch 2010, obwohl die Gaskosten im Schnitt um acht Prozent gestiegen sind. Eigentümer und Mieter können sich damit womöglich auf teils sehr hohe Rückzahlungen freuen.

«Bedingt durch das warme Wetter sinkt die Gasrechnung eines durchschnittlichen Haushalts für 2011 im Vergleich zum Vorjahr um rund 160 Euro», sagte Daniel Dodt von toptarif.de. Je nach Haushaltsgröße, zum Beispiel bei Einfamilienhäusern mit höherem Verbrauch, seien sogar 200 bis 300 Euro Ersparnis möglich.

«Die konkreten Kosten für den Gasbezug können regional allerdings sehr unterschiedlich ausfallen, da neben dem lokalen Wetter natürlich auch die Preisgestaltung und -entwicklung beim jeweiligen Gasversorger Auswirkungen auf den tatsächlichen Endbetrag haben», betonte Dodt. Angesichts hoher Öl- und Gaspreise könnten die Heizkosten im laufenden Jahr wieder höher ausfallen - letztlich hängt dies immer von der Witterung und dem entsprechenden Verbrauch ab.

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) sank der Energieverbrauch 2011 trotz der Produktionsausweitung infolge einer guten Konjunktur um 4,8 Prozent. Das war das niedrigste Verbrauchsniveau seit 1990. Auch hier werden deutlich mildere Witterung und der damit verbundene Rückgang bei der Heizenergie als Grund angeführt. Durch mehr Energieeffizienz, etwa im Gebäudebereich soll der Energieverbrauch nach dem Willen der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008 reduziert werden.