Berlin (dpa) - Die Patienten müssen sich auf einen flächendeckenden Ärztestreik an den rund 600 kommunalen Kliniken in Deutschland einstellen. In einer Urabstimmung votierten 92,7 Prozent die Mitglieder des Marburger Bundes in diesen Krankenhäusern für den Ausstand.

Das teilte die Ärztegewerkschaft am Dienstag in Berlin mit. Der Streik der rund 50 000 Mediziner soll am 26. Januar beginnen. Die noch ausstehende Entscheidung der Großen Tarifkommission der Ärztegewerkschaft gilt als Formsache.

Die Tarifgespräche mit den Arbeitgebern über höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen waren Anfang Dezember gescheitert. «Die Ärztinnen und Ärzte sind entschlossen, ihren Forderungen größtmöglichen Nachdruck zu verleihen», sagte der Chef der Ärztegewerkschaft, Rudolf Henke.

Die Ärztegewerkschaft fordert 6 Prozent mehr Gehalt, eine bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste sowie eine Reduzierung dieser Dienste auf maximal vier pro Arzt und Monat. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) hatte eine Erhöhung im Rahmen der Krankenhaus-Budgetsteigerung von 1,48 Prozent für 16 Monate sowie eine Einmalzahlung von 250 Euro angeboten.

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