Studie: Alle Euro-Länder profitieren vom Euro

Berlin (dpa) - Sämtliche Länder der Eurozone profitieren einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey zufolge von der europäischen Gemeinschaftswährung. Nicht nur Deutschland habe Vorteile durch den Euro, «andere Länder haben in Relation zu ihrer Wirtschaftskraft sogar noch mehr gewonnen», sagte Frank Mattern, Deutschland-Chef von McKinsey, der «Welt» (Dienstag). Selbst für Portugal oder Griechenland sei die Bilanz unterm Strich positiv. In beiden Krisenländern wäre das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ohne den Euro im Jahr 2010 geringer ausgefallen.

Fitch: Frankreich-Herabstufung in diesem Jahr unwahrscheinlich

London (dpa) - Frankreich muss in diesem Jahr bei der Ratingagentur Fitch voraussichtlich keine Abstufung seiner Kreditwürdigkeit befürchten. Ein Verlust der Spitzenbonitätsnote «AAA» binnen Jahresfrist sei nicht zu erwarten, hieß es am Dienstag bei der Präsentation des «European Credit Outlook 2012». Fitch hatte sein Top-Rating für Frankreich erst am 16. Dezember bestätigt, zugleich allerdings den Ausblick für das Land von «stabil» auf «negativ» gesetzt.

EU-Studie: Online-Kreditangebote bieten zu wenig Informationen

Brüssel (dpa) - Wer übers Internet einen Kredit aufnehmen will, wird laut einer EU-Studie in zwei von drei Fällen schlecht informiert. Wichtige Angaben zur Höhe von Zinsen, Laufzeit und Kosten fehlten EU-weit häufig, sagte EU-Verbraucherkommissar John Dalli am Dienstag in Brüssel. Im Auftrag der EU-Kommission hatten die 27 EU-Länder, Norwegen und Island 562 Internetseiten für Verbraucherkredite untersucht. Darunter waren sowohl Angebote von Banken als auch von Autohändlern.

EU-Kommissar Oettinger bringt Fusion von RWE und Eon ins Spiel

Düsseldorf (dpa) - EU-Kommissar Günter Oettinger hat eine Fusion der Energiekonzerne Eon und RWE ins Spiel gebracht - und ist damit bei den Kartellwächtern auf breite Skepsis gestoßen. «Ein solcher Fall würde sicherlich streng kontrolliert werden», sagte ein Sprecher des Bundeskartellamts am Dienstag auf Anfrage. In einem Zeitungsinterview hatte Oettinger zuvor den Zusammenschluss beider Unternehmen ins Gespräch gebracht, um das Gewicht der deutschen Energiewirtschaft in der weltweiten Branche zu stärken.

378 Millionen Dollar für Apple-Chef Tim Cook

New York (dpa) - Das riesige Aktiengeschenk zum Amtsantritt hat den neuen Apple-Chef Tim Cook zumindest auf dem Papier ein sagenhaftes Einkommen für 2011 beschert. In den am späten Montag veröffentlichten Unterlagen für die anstehende Apple-Hauptversammlung wird es auf knapp 378 Millionen Dollar (297 Mio Euro) beziffert. Davon macht 376,2 Millionen Dollar die Option auf eine Million Aktien aus, der 51-jährige Cook soll allerdings jeweils die Hälfte davon erst 2016 und 2021 bekommen.

Dax klettert auf Zweimonatshoch

Frankfurt/Main (dpa) - Gestützt auf Aussagen der Ratingagentur Fitch und in Erwartung eines freundlichen US-Börsenstarts hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag kräftig zugelegt. Der Leitindex Dax weitete seine frühen Gewinne im Tagesverlauf immer weiter aus und kletterte zuletzt um 2,80 Prozent auf 6185 Punkte. Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,52 (Vortag: 1,53) Prozent. Der Bund Future verlor 0,36 Prozent auf 138,60 Punkte. Der Eurokurs legte zu: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2808 (Montag: 1,2728) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7808 (0,7857) Euro.