Berlin (dpa) - In der deutschen Kreditwirtschaft flammt der Konflikt über Abhebe-Gebühren an Geldautomaten fremder Institute neu auf. Die Sparkassen riefen die Privatbanken auf, ihren Kunden selbst ein flächendeckendes Netz kostenlos nutzbarer Geräte zur Verfügung zu stellen.

«Jeder ist in der Verantwortung, seinen Kunden die versprochenen Leistungen aus eigener Kraft anzubieten», teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mit. Der Verband der privaten Banken hatte kürzlich mit Blick auf Sparkassen und Genossenschaftsbanken gefordert, wo Kunden immer noch hohe Preise für Abhebungen zahlten, solle das Kartellamt genauer hinschauen.

Ein Jahr nach Einführung neuer Transparenzregeln müssen Bankkunden noch oft mit hohen Abhebe-Gebühren an fremden Automaten rechnen. Nach Ermittlungen des Bundeskartellamts gibt es weiter große Unterschiede nach Anbietern.

Die Wettbewerbshüter schließen gerade eine umfassende Auswertung von Marktdaten ab und wollen bald über weitere Schritte informieren. Nach massiver Kritik an Abhebe-Gebühren von bis zu zehn Euro hat sich die Bankenbranche seit 15. Januar 2011 verpflichtet, die Entgelte direkt auf dem Automaten-Bildschirm anzuzeigen.

Pressemitteilung DSGV