Kopenhagen (dpa) - Der weltgrößte Windanlagenbauer Vestas will wegen gesunkener Nachfrage rund 2330 Stellen streichen. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Kopenhagen mitteilte, sollen die Sparmaßnahmen bis Ende 2012 voll greifen.

Vestas will 150 Millionen Euro an jährlichen Fixkosten einsparen, dazu sollen auch Produktionsstätten geschlossen werden. Die Maßnahmen zeugten von der Notwendigkeit «sich den Veränderungen anzupassen, die der Windmarkt jetzt durchmacht», erklärte Konzernchef Ditlev Engel.

Von den Stellenkürzungen ist vor allem die Unternehmenszentrale im dänischen Aarhus betroffen. Dort werden 1300 Jobs gestrichen. Die weltweite Mitarbeiterzahl sinkt den Angaben zufolge auf insgesamt 20 400 Beschäftigte. Zusätzlich wackeln 1600 Jobs in den USA, falls die US-Regierung Steuererleichterungen für die Erzeugung alternativer Energien nicht verlängert.

Der Windturbinenbauer hatte Anfang Januar erneut den Umsatzausblick für 2011 gesenkt und erwartet nun 6 statt bisher 6,4 Milliarden Euro Umsatz. Einen Gewinn traut sich das Unternehmen nicht mehr zu.

Mitteilung Vestas