Graz (SID) - Der deutsche Trainer Franco Foda hat seine Zukunft beim österreichischen Erstligisten Sturm Graz nach dem Rücktritt von Präsident Gerald Stockenhuber nun doch wieder offen gelassen. Nachdem er noch im Dezember seinen definitiven Abschied zum Saisonende angekündigt hatte, sagte der 45-Jährige nun im ORF: "Man soll nie nie sagen."

Dem Vernehmen nach hat der überraschende Abgang von Stockenhuber am Dienstag zum Sinneswandel beim früheren Bundesliga-Profi geführt. Das Verhältnis zwischen Foda und Stockenhuber galt zuletzt als schwer gestört, nachdem Stockenhuber Vertragsdetails öffentlich ausgeplaudert hatte. Zudem hatte eine von Foda angeblich geforderte Ausstiegsklausel eine Einigung mit Graz verhindert. Foda selbst klagte über mangelnde Wertschätzung.

Doch selbst nach dem Aus von Stockenhuber übte Foda Kritik an den Vereinsstrukturen: "Es sind leider im Umfeld Personen, die glauben, sie wissen alles besser. Das ist das große Problem von Sturm Graz".

Foda war von 1997 bis 2001 Profi bei Sturm. Seit 2001 ist er als Trainer tätig, zunächst bei den Amateuren, dann als Assistent. Seit 1. Juni 2006 hat er einen Vertrag als Chefcoach bei Sturm. In der vergangenen Saison wurde der zweimalige Nationalspieler mit seinem Team österreichischer Meister, 2010 Pokalsieger. Aktuell belegt Sturm nur Platz sechs mit fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Rapid Wien.