Barsinghausen (dpa) - Für den designierten DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach hat eine Aussöhnung mit Michael Ballack nach wie vor höchste Priorität.

«Ich setze mich dafür ein, alles ins Reine zu bringen», bekräftigte der derzeitige Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im niedersächsischen Barsinghausen. «Es gibt Kontakt zwischen Michael und mir.»

Beide treffen an diesem Freitag anlässlich des 60. Geburtstages von Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß zusammen. Ob es dort bereits zu einem klärenden Gespräch kommt, ließ Niersbach offen. «Wir werden uns in nächster Zeit in aller Ruhe zusammen setzen. Ich komme gut mit ihm klar», sagte Niersbach bei der vom Niedersächsischen Fußballverband organisierten Diskussionsrunde. Im März soll der 61-Jährige zum Nachfolger von Theo Zwanziger gekürt werden.

Der künftige DFB-Chef widersprach auch Meldungen, wonach der frühere Kapitän der deutschen Nationalmannschaft einer Aussprache mit dem DFB und Bundestrainer Joachim Löw skeptisch gegenüberstehe. «Michael hat mir vermittelt, dass er gar nicht so angefressen ist», sagte Niersbach über die Befindlichkeiten des 35-Jährigen, dessen Verhältnis zu Löw nach Ballacks Ausbootung im DFB-Team als extrem schlecht gilt.

Niersbach hob die besonderen Verdienste des Profis von Bayer Leverkusen für den deutschen Fußball hervor. «Er hat 98 Länderspiele und unheimlich viel geleistet. Vor allem bei der WM 2002 in Japan und Südkorea, wo er uns ins Finale gebracht hat. Das war Michael Ballack.»