Duisburg (dpa) - Eineinhalb Jahre nach der Duisburger Loveparade-Katastrophe hat am Donnerstag der Bürgerentscheid über die Zukunft von Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) begonnen.

Ein Bündnis aus Bürgern, Gewerkschaften und allen Parteien außer der CDU fordert die Abwahl des Stadtoberhauptes wegen der Katastrophe mit 21 Toten. Es ist das erste Abwahlverfahren gegen einen OB in Nordrhein-Westfalen.

An den Briefwahlstellen hätten bereits am Vormittag mehrere Bürger Unterlagen abgeholt oder direkt ihre Stimmen abgegeben, hieß es aus den Ämtern. Die Pressestelle der Stadt wollte den Vorgang nicht kommentieren, um sich strikt neutral zu verhalten. Die Stimmabgabe in den Wahllokalen ist für den 12. Februar angesetzt.

Die Gegner Sauerlands müssen in der Abstimmung die Mehrheit und mindestens 91 478 Stimmen erreichen. Dann müsste der Oberbürgermeister seinen Stuhl räumen. Die Hürde gilt als hoch. «Entscheidend ist für uns die Wahlbeteiligung», sagte Theo Steegmann, einer der Sprecher des Abwahlbündnisses.

Mitteilung der Stadt