München (dpa) - Nach den tödlichen Schüssen im Dachauer Amtsgericht ist eine Debatte über die Sicherheit in deutschen Justizgebäuden entbrannt. Gegen den Attentäter wurde Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Mordes erlassen. Er hatte auf den Richter gezielt und den Staatsanwalt erschossen. Der 54-Jährige schweigt zu seiner Tat. Nach Angaben von Oberstaatsanwältin Andrea Titz wird der Mann psychiatrisch begutachtet. Der Mann war gestern - unter anderem wegen nicht bezahlter Sozialversicherungsbeiträge - zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden.