München (dpa) - Im Prozess um manipulierte Aktienkurse im großen Stil hat der 47-Jährige Herausgeber eines Börsenbriefs vor dem Landgericht München ein Geständnis abgelegt. Der Diplom-Kaufmann gab zu, in seinen Briefen vor allem Aktien zum Kauf empfohlen zu haben, die er selbst besaß - um damit Kasse zu machen. Kurz nach den Veröffentlichungen hatte er seine Aktien in den meisten Fällen mit Gewinn verkauft. Anderen Aktionären entstand hingegen finanzieller Schaden, weil die Kurse nach den Kampagnen wieder abstürzten. Das Urteil wird am kommenden Dienstag verkündet.