Paderborn (dpa) - Vor dem Paderborner Landgericht hat am Donnerstag der Prozess um die Verseuchung von Äckern und Trinkwasser mit der Chemikalie PFT begonnen. Der Skandal war 2006 aufgeflogen. Den sechs Angeklagten drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Sie sollen Landwirten Dünger geliefert haben, der mit Klärschlamm vermischt war. Der Schlamm war zuvor illegal aus Belgien importiert worden. Das darin enthaltene PFT steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Es gelangte entlang der Ruhr ins Trinkwasser. Der Schaden geht in die Millionen. Für den Prozess sind zahlreiche Verhandlungstermine bis zum Jahresende geblockt. Die Anklage hat 43 Zeugen und 18 Gutachter aufgeboten, um ihre Vorwürfe zu belegen.

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