Berlin (dpa) - Finanzämter und Sozialbehörden prüfen immer häufiger die Konten von Privatpersonen. 2011 sei die Zahl der Abfragen um rund zehn Prozent auf fast 63 000 gestiegen, berichtet die «Neue Osnabrücker Zeitung». Im Jahr 2005, als das automatisierte Abrufverfahren für Stammdaten wie Name, Geburtsdatum oder Adresse der Bankkunden eingeführt wurde, habe es noch weniger als 9000 Abfragen gegeben. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisierte das Vorgehen der Behörden. Diese Maßnahme sei eigentlich als Ausnahme gedacht gewesen und habe sich fast zu einer Routine entwickelt.