Hobart (dpa) - Die deutschen Tennis-Profis präsentieren sich kurz vor Beginn der Australian Open in starker Form. Einen Tag nach der Absage von Andrea Petkovic für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres erreichten Angelique Kerber und Mona Barthel das Halbfinale im australischen Hobart.

Philipp Kohlschreiber zog in Auckland ebenfalls in die Runde der besten Vier ein. Der 28-jährige Augsburger zeigte beim 7:6 (7:5), 6:4-Sieg über den an Nummer zwei gesetzten Spanier Nicolas Almagro am Donnerstag eine überzeugende Vorstellung. Kohlschreiber strebt in Neuseeland nach 2008 seinen zweiten Sieg an.

Die 21 Jahre alte Barthel aus Neumünster sorgte im Viertelfinale von Hobart für eine erneute Überraschung und bezwang die australische Titelverteidigerin Jarmila Gajdosova mit 2:6, 6:3, 6:2. Im Halbfinale der mit 220 000 Dollar dotierten Generalprobe für die Australian Open trifft die Qualifikantin auf Kerber, die gegen die Rumänin Sorana Cirstea beim 6:0, 3:6, 7:5 einige Mühe hatte. «Ich habe hier nichts mehr zu verlieren, ich bin schon so weit gekommen», sagte Barthel vor dem deutschen Duell.

Ihre Halbfinal-Gegnerin Kerber stand gegen Cirstea bei einem 2:5-Rückstand im dritten Durchgang schon vor dem Aus, ehe ihr fünf Spielgewinne in Serie gelangen. Selbst von einer kurzen Behandlungspause ließ sich die Linkshänderin nicht aus dem Konzept bringen. «Ich habe seit zwei Tagen etwas Probleme mit meinem Handgelenk», berichtete Kerber.

Die Ausfallliste der deutschen Spielerinnen für die Australian Open will die US-Open-Semifinalistin aber auf keinen Fall ergänzen. Von ihren zuletzt angeschlagenen Fed-Cup-Kolleginnen Sabine Lisicki und Julia Görges kamen am Donnerstag derweil positive Signale: Beide trainierten erstmals im Melbourne Park. «Es war großartig, sich wieder besser zu fühlen», teilte Görges nach einigen Schlägen in der Margaret Court Arena via Twitter mit.

Am Mittwoch hatte die deutsche Nummer 1 Petkovic wegen einer Stressfraktur im unteren Rücken ihre Teilnahme bei den am Montag beginnenden Australian Open abgesagt. Die Weltrangliste-Erste Caroline Wozniacki aus Dänemark dürfte hingegen trotz einer Handgelenksverletzung an den Start gehen. Eine Untersuchung ergab nur eine Entzündung.

WTA-Ergebnisseite

ATP-Ergebnisseite