Bremerhaven (dpa) - An der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer III ist die Durchschnittstemperatur in den vergangenen 30 Jahren nicht gestiegen. Das teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Donnerstag in Bremerhaven mit.

An der Station sei es im Jahresmittel minus 16,0 Grad kalt. Die Entwicklung sei jedoch nicht repräsentativ für die globalen Klimaveränderungen, betonte der wissenschaftliche Leiter des Observatoriums, Gert König-Langlo.

«Nur im Zentrum der Antarktis ist es nicht wärmer geworden. An der Antarktischen Halbinsel dagegen ist die Durchschnittstemperatur um bis zu drei Grad Celsius angestiegen», sagte der Meteorologe. «Eine ähnliche Erwärmung beobachten wir auch in der Arktis.»

An der Station gelte 1996 mit einer Durchschnittstemperatur von minus 14,3 Grad als das wärmste Jahr der vergangenen drei Jahrzehnte, das Jahr 2000 mit minus 17,8 Grad als das kälteste, ergänzte König-Langlo. Weil komplette Daten seit 30 Jahren vorlägen, sei Neumayer III jetzt offiziell Klimabeobachtungsstation der UN-Wetterorganisation WMO.

Mitteilung AWI