Nairobi (Kenia) (SID) - Kein deutscher Läufer hat die Marathon-Olympianorm für London 2012 geschafft - doch 150 Kenianer unterboten die vom Leichtathletik-Weltverband IAAF geforderte Qualifikationszeit von 2:15 Stunden. Entsprechend groß ist die Qual der Wahl im ostafrikanischen Läuferland, das mit 20 Männern in der Marathon-Bestenliste 2011 dem Rest der Welt vorauseilt. Gut sechs Monate vor den Sommerspielen (27. Juli bis 12. August) gaben Kenias Funktionäre am Dienstag die Vornominierung von je sechs Männern und Frauen bekannt. Der Kreis, zu dem alle Stars zählen, verringert sich nach dem London-Marathon (22. April) auf die drei bei Männern und Frauen startberechtigten Athleten.

Angeführt wird das sechsköpfige Männerteam von Patrick Makau, der Ende September in Berlin in 2:03:38 Stunden Weltrekord gelaufen war, New-York-Sieger Geoffrey Mutai (2:03:42), Weltmeister Abel Kirui (2:07;38), London-Sieger Emmanuel Mutai (2:04:40, Frankfurt-Sieger Wilson Kipsang (2:05:05) und Chicago-Sieger Moses Mosop (2:05:37).

Bei den Frauen schafften "nur" 50 die Olympia-Norm von 2:37 Stunden. Vornominiert wurden neben Weltmeisterin Edna Kiplagat (2:20:46), London-Siegerin Mary Keitany (2:19:19) und Berlin-Siegerin Florence Kiplagat (2:19:44) die WM-Dritte Sharon Jerop (2:29:14), Paris-Siegerin Prisca Jeptoo (2:22:55) und Prag-Siegerin Lydia Cheromei (2:22:34).

Kenias Team denkt daran, mit einem Trauerflor im Gedenken an Samuel Wanjiru anzutreten. Der Marathon-Olympiasieger von Peking 2008 war im Mai vergangenen Jahres nach einem Ehestreit tot vor seinem Haus aufgefunden worden.