Berlin (dpa) - Vertreter von Politik, Kirchen und Verbänden kommen heute in Berlin zusammen, um über Strategien gegen Rechtsextremismus zu beraten. Das Treffen ist eine Reaktion auf die rechtsextreme Mordserie mit zehn Todesopfern, die im vergangenen November bekanntwurde.

Zu dem Gespräch eingeladen haben Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Es nehmen unter anderem Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Bischofskonferenz, des Zentralrates der Juden, des Zentralrates der Muslime und verschiedener Initiativen gegen Rechts teil.

Unter dem Dach des Bundesfamilienministeriums laufen verschiedene Programme gegen Rechts zusammen. Allerdings stößt Ministerin Schröder mit ihrer Extremismusklausel auf Kritik. Demnach müssen Initiativen, um staatliche Fördergelder zu erhalten, erklären, dass sie und ihre Mitstreiter keine extremistischen Bestrebungen haben. Einige Initiativen empfinden das als Zumutung.