Melbourne (Australien) (SID) - Andrea Petkovic hat nach ihrem Ermüdungsbruch im Iliosakralgelenk mit ersten Reha-Maßnahmen begonnen. Die Weltranglistenzehnte aus Darmstadt befindet sich seit Anfang der Woche bei Physiotherapeut Klaus Eder in Donaustauf in Behandlung. "Der untere Rückenbereich war wohl ziemlich zu. Das soll jetzt gelockert werden", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner am Rande der Australian Open in Melbourne.

Wegen der Blessur hatte die letztjährige Viertelfinalistin Petkovic ihre Teilnahme am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres fünf Tage vor Beginn absagen müssen. "Der nächste Schritt für Andrea sind dann Übungen im Wasser. Wann sie wieder spielen kann, steht aber noch nicht fest", sagte Rittner.

Auf der Homepage von Petkovic ist das Turnier in Indian Wells (ab 7. März) als nächster Termin zu finden. Auf die von Rittner als "Frustkiller" empfohlene Urlaubsreise auf die Malediven hatte die 24-Jährige verzichtet. "Es war schon alles ausgebucht", erzählte die Fed-Cup-Teamchefin.

Die Australian Open verfolgt Petkovic in diesen Tagen vor dem Fernseher. Nach dem Achtelfinal-Aus von Sabine Lisicki am Montag gegen Maria Scharapowa (Russland) twitterte "Petko" ihrer Fed-Cup-Kollegin: "Mir geht's gut, bin in Reha. Es war so ausgeglichen...aber du weißt ja: Alles kommt zurück!"

Zur Erstrunden-Partie im Fed Cup am 4./5. Februar in Stuttgart gegen Titelverteidiger Tschechien mit Wimbledonsiegerin Petra Kvitova will Petkovic als Edelfan anreisen. "Es ist ein deutliches Zeichen, wenn Andrea da ist, auch für die anderen Spielerinnen", sagte Rittner und fügte schmunzelnd an: "Ich werde sie ermahnen, dass sie nicht so viel rumspringt."

Petkovic hatte bereits seit einigen Monaten unter Rückenbeschwerden gelitten. Beim Turnier in Sydney, bei dem sie in vor zwei Wochen in der zweiten Runde an Agnieszka Radwanska (Polen) gescheitert war, hatte die Hessin solche Probleme, dass sie nur 30 bis 45 Minuten schmerzfrei spielen konnte. Petkovic war in der vergangenen Saison mit drei Viertelfinalteilnahmen die konstanteste Grand-Slam-Spielerin überhaupt. Die Runde der letzten Acht hatte die Einser-Abiturientin in Melbourne, bei den French Open und den US Open erreicht.